Fischsuppe war aus

Fischsuppe war aus, und Uli konnte sich zu meiner Überraschung nicht erinnern, das Buch je dagehabt zu haben und erklärte glaubhaft, Wolfgang Welt nicht zu kennen, was ist das für einer, lass mal sehen. Aber Doris hilft hat geholfen. Das war zwar auch nicht da, aber immerhin schnell zu beschaffen, ich hol’s mir nachher ab. Vielleicht ist dann auch Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe da, das hatte Meldenummer 15.
Montag war also nichts mit Welt, ich hab mir stattdessen Umsonst und draußen mitgenommen und auf ein Zettelchen Morgens leicht, später laut (1 x Meinolf) notiert, das Libri schon ausgelistet hatte, und in die kleine Box mit Verlagsbestellungen gesteckt, für Herrn Cordes, den Verlagsvertreter.

Meine Mitbewohnerin fragte nach dem Gewitter gestern. War nicht so doll, sagte ich. Nicht? staunte sie. Sie sei besorgt gewesen, als sie beim Nachhausekommen die Feuerwehr in unserer Straße sah.
Zwei Häuser weiter ist eine Kiefer umgeknickt.
Ob ich nächstes Mal daran denken könne, die Fenster im Keller zu schließen (das nächste Mal ist heute). Mach ich, sagte ich. Hab ich schon, meinte sie.

16.73 Sekunden Dauer hatte der längste je gemessene Blitz.

Ich bin begeistert von Tomeka Reid und ihrem 2019er-Album Old New – Dank an Lily, in deren Sammlung ich Old New gesehen hatte. Da werde ich sicher weiterhören.

dissing zebras

Nun, da ich glücklich meinen Arbeitsplatz zu Hause hergerichtet habe – nächste Woche werde ich von hier aus arbeiten -, hat, pünktlich zum Wochenende, der altgediente Bildschirm meines PC seinen Geist auf- oder zu erkennen gegeben. Das Bild löste sich in eine Farbwolke auf, die sich zu verzerrten horizontalen Linien fügte. Kein Drama. Schwerwiegender ist, dass meine früheren Arbeitgeber (≠ Geldgeber) den Server gewechselt haben und mir dies erst nach erfolgtem Wechsel mitgeteilt haben. Theoretisch hätte ich meine Mails vielleicht noch retten können, praktisch aber kam die Nachricht zu spät, so dass nun meine sämtliche Korrespondenz seit Anfang 2012 verloren ist. Um Späßen dieser Art künftig vorzubeugen, habe ich jetzt ein Mailkonto bei Posteo eingerichtet – überraschenderweise eine Sache von nur zwei Minuten.

[Hier war ein Video von Tomeka Reid.]

Freitag war ich lange auf. Es gab eine Lange Nacht zu Wolfgang Welt, das ging bis 3 Uhr (beinahe Wildschweinzeit: sie waren gegen 4.30 Uhr hier eingebrochen). Zum Nachhören: „Ich schrieb mich verrückt.” Die Lange Nacht über den Schriftsteller Wolfgang Welt.
Mein Bruder B. hatte die Zusatzinfo, dass der Autor der Sendung, Martin Willems, aus Kevelaer stammt. Hey!
Jetzt muss ich natürlich auch mal was von Welt lesen, kenne ihn ja nur dem Namen nach. Im Laden haben wir das Buch, das Pit Engstler gemacht hat, Welts letztes, damit geht’s los.

Per Newsletter erfuhr ich von einem Soloauftritt von Charlotte Greve (Lisbeth Quartett, Wood River) bei Art Is Live, „a platform to show the work of a collective during the quarantine”, aus ihrem New Yorker Wohnzimmer gesendet, den ich mir zeitversetzt angesehen habe: Charlotte Greve [20.6.2020].

Hab ich sonst was zu erzählen?

Oben ein Beispiel für ‚Cello im Jazz’. Seit meinem einmaligen (okay: zweimaligen) Mitspielen im Neuköllner Streichquartett der Dichterin, des Komponisten und der Schriftstellerin habe ich mein Cello nicht mehr angerührt. Nein, stimmt nicht. Danach habe ich noch einige wenige Male mit Bertram Musik gemacht, hier, Im Dickicht.