Continue as Meinolf

Über die Lesung von Robert Mattheis am 1.11. im POP brauche ich nicht zu berichten, das hat sein Schriftstellerkollege Andreas Wolf schon getan, in seinem Blog Wald und Höhle, siehe hier: Dichte Lesung.

Morgen feiert Hans Magnus Enzensberger seinen neunzigsten Geburtstag. Als einer, der – wenn auch nur einmal in der Woche – in einer Buchhandlung arbeitet, frage ich mich: Braucht Enzensberger Geld? Ist München-Schwabing teuer? Oder hat er einfach seine Schubladen aufgeräumt und hört nun gar nicht mehr damit auf? Jedenfalls, ich stelle fest, dass in den letzten beiden Jahren folgende Bücher von ihm erschienen sind (ohne Neuauflagen und Taschenbuchausgaben):
~ Überlebenskünstler – 99 literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert [16.4.2018]
~ Schreiben für ewige Anfänger [20.8.2018]
~ Eine Handvoll Anekdoten – auch Opus incertum [22.10.2018]
~ Eine Experten-Revue in 89 Nummern [13.5.2019]
~ Louisiana-Story [21.10.2019]
~ Fallobst – Nur ein Notizbuch [11.11.2019]
Kaum ein halbes Jahr max. liegt zwischen den einzelnen Publikationen.
Wenn ich nicht irre, war es Hans Erich Nossack, der den Begriff der Literarischen Prostitution prägte. Ich möchte ihn, ohne ihm im übrigen Böses zu wollen, heute auf den Jubilar anwenden. Herzlichen Glückwunsch!

Wenn ich vormittags auf der Arbeit die Programme öffne – neun Tabs sind das Minimum -, habe ich bei einem (Confluence) die Option, mich entweder sozusagen formell mit Email und Passwort anzumelden, oder die Abkürzung über einen verbundenen Dienst (Google) zu nehmen. Diese versteckt sich hinter der merkwürdigen, zu Fragen der Identität einladenden, Formel: Continue as Meinolf.