Espressokocher „Venus“

Gestern hatte ich kurz den Impuls, mich wieder bei Facebook anzumelden. Denn das digitale Wohnzimmer, in dem alle zum Quatschen zusammenkommen, ist ja nicht WordPress. Aber ich weiß nicht. Wahrscheinlich würde mich Facebook ebenso (wieder) enttäuschen wie mich Twitter enttäuscht hat oder wie mich WordPress enttäuscht.
Besser wäre es sowieso, eine andere Utopie zu verfolgen: die der Briefe und Postkarten, der Handschrift, der Tintenkleckse und gezahnten Briefmarken, der Zustellungsdauer / Vorfreude / Überraschung.

An anderer Stelle habe ich schon erwähnt … ich kann diese Stelle nicht wiederfinden …, dass ich es für einen überlebensnotwendigen Akt des Widerstands ansehe, sich immerzu mit intelligenten, sperrigen, herausfordernden, leisen, abseitigen Dingen der Kultur zu beschäftigen. Denn wir haben (auch) im Jahre 2020 beunruhigend viele Schwachköpfe in Machtpositionen , und deren zerstörerische Energie muss in Schach gehalten und nach Möglichkeit unwirksam gemacht werden.
In diesem Sinne hier ein Stück aus dem im Januar erschienenen Album Reckon des Jim Black Trios, mit Jim Black, dr, Elias Stemeseder, p, und Thomas Morgan, b. (Auch Bach und Purcell sind erlaubt, oder Sleater-Kinney, ganz nach Belieben.)