Gewöhnliche Bilder

„ … sagte sie so random zu mir”, hörte ich eine Schülerin in der S-Bahn sagen. random find ich prima.

Drei Bilder, zufällig ausgewählt.

Eines zeigt einen Ausschnitt der Haltestelle Neuruppiner Straße, Zehlendorf, an der Grenze zu Kleinmachnow. Sie wird vom 115er bedient, der zwischen (eben) Düppel-Süd, Neuruppiner Straße und dem U-Bahnhof Fehrbelliner Platz verkehrt, einige Male stadtauswärts verlängert bis Nikolassee, Lissabonallee. Das ist der Name seit Juli, vorher hieß der Halt Spanische Allee/Potsdamer Chaussee.
Berlin-Düppel -> Wikipedia
Vor 35 Jahren verlief in der Nähe die Mauer, links (nicht im Bild) erinnern ein Gedenkstein und eine Gedenktafel an die hiesigen Mauertoten.
Die Haltestelle hat keine elektronische Anzeige.
Der Takt ist zwanzig Minuten, doch die Fahrer machen Pause oder fallen aus. Die Wartezeit kann lang werden. Drüben steht mit warmem Motor schon der Bus, sollte eigentlich fahren, aber er stellt auf stur, da können die Wartenden noch so sehr grimmige Blicke hinüberschicken, der Fahrer hält seinen Blick ins Handy getaucht, Daddeln, Tindern, irgendwas.
Dann besser laufen. – Das Fahrrad im Schuppen, vielleicht hat’s einen Platten oder das Licht geht nicht, oder es ist alles okay und es lehnt einfach da. Es ist Winter, das auch.
Was man nicht sieht: Im Wäldchen im Hintergrund verlaufen die aufgegebenen Gleise der Stammbahn. „Die Stammbahn entstand 1838 als Eisenbahnverbindung zwischen Potsdam und Berlin. Sie war die zweite Bahnstrecke in Deutschland und die erste in Preußen – der ‚Stamm’ des preußischen Bahnnetzes. Bis 1846 wurde sie nach Magdeburg verlängert; später fuhren über die Stammbahn Fernzüge bis in das Ruhrgebiet und nach Frankfurt am Main.“ (zitiert nach Bürgerinitiative Stammbahn)

Eines zeigt einen Blick aus dem Fenster an einem Novembermorgen, eines den Schreibtisch: ein Sammelbild: Bleistift, Tintenstift, Prittstift, Lautsprecherbox, ein Eck eines umkabelten grünen BS-Bands (M…), Mousepad, Maus, Adressbuch, CD-Player mit CDs, Teetassen, eine Kaffeetasse, Geschenk einer Freundin, Sant‘ Eustachio il caffè dal 1938 a Roma, und das Fenster ist auch wieder da, und ein Haus, und eine rote Kapuze.

Regenband

Soll man Knackwürstchen mit sich führen, für Reineke, wenn er einem über den Weg läuft? Dann stünde man nicht mit leeren Händen da. Man könnte sagen: Komm Füchslein! Friss! Der Winter wird hart! – flüsternd würde man’s sagen, denn Fuchsohren hören gut, vor allem nachts, wenn der Lärm der Helligkeit weg ist. Vorhin aber, als ich durch den Niesel von Zehlendorf zum Dickicht lief, habe ich keinen Fuchs gesehen. Knackwürstchen hätte ich auch keine dabei gehabt, stimmt. (Stümmt.)

Nach Westen hin wird das i immer heller, bis es in Frankreich ganz hell ist, ein Deutscher muss seine Mundwinkel dann ziemlich auseinanderziehen, mehr als für’s deutsche i notwendig. Das habe ich in der Schule gelernt: dass das französische i i-iger ist als das eher e-ige deutsche. Frau George, leider schon tot. Auch mein alter Französisch-Lehrer, gestorben. Beide hab ich in lebendiger Erinnerung, wenn das keine Tautologie ist. Schwarzer Rabe, weißer Schimmel, ihr wisst schon.
Kohlpechrabenschwarz.

Wahrscheinlich bräuchte man welche in Eigensaft, nicht Salzlake.
Seit Graz bin ich Vegetarier.
Füchse sind eine Kleinmachnower Realität.

Wildling, der

Eine Nachricht des Deutschlandfunks:
„Die ersten beiden deutschen Terminals für die Lieferung von flüssigem Erdgas werden deutlich teurer als geplant. […] Danach waren für die Anschaffung und den Betrieb der schwimmenden LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel ursprünglich knapp drei Milliarden Euro vorgesehen. Inzwischen sind es rund sechseinhalb Milliarden Euro.”
Denkbar, dass es am Ende neun Milliarden Euro sein werden. Warum auch nicht!
Take my money!
Geld für fossile Energieträger, im Jahr 2022, unter einer Regierung, bei der die Grünen das Wirtschafts- und das Umweltministerium verantworten.

Bundeskanzler Olaf Scholz möchte darüberhinaus die Gasförderung im Senegal finanzieren:

Neue Gasförderung im Senegal: Deutsche Umwelthilfe, urgewald und Klima-Aktivist Yero Sarr fordern klare Absage der Bundesregierung (Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe, 21.7.2022)

Gestern haben meine Schwester und ich bei einer Baumpflanzaktion von aufBuchen e.V. mitgemacht. Wir sind über Isabel Fargo Coles Waldschaffen-Initiative darangekommen. Prima Sache!
In Berlin-Gatow, wo die Traubeneichenwildlinge gepflanzt wurden, war es empfindlich kalt, und ich beglückwünschte mich dazu, meine lustige Mütze (mit den Bommeln) dabeigehabt zu haben.
Immerhin, in den Waldboden hatte der Frost seine Zähne noch nicht gesenkt. „Butterweich” (das Wort fiel) hätte ich ihn zwar nicht genannt, aber es ging ganz gut, ganz gut.
Leider sind zwanzig Leute, die sich verbindlich angemeldet hatten, nicht erschienen, so dass weniger Bäume ein neues Bett fanden als beim letzten Mal (offenbar haben die Säumigen es sich erst spät anders überlegt, denn andernfalls hätten die freien Plätze mit Leuten aus der Warteliste besetzt werden können; so aber blieben Lücken), andere tauchten mit einer Verspätung auf, die jeder Diva zur Ehre gereicht hätte. Da kamen zwei Dinge zusammen, die ich nicht schätze: Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit.
Das Bäumepflanzen selbst war trotz Schniefnasen eine schöne, befriedigende Arbeit, auch erschöpfend allerdings.
Förster Christian nannte zwei Prozentzahlen aus dem letztjährigen Waldzustandsbericht des Landes Berlin: 94% der Berliner (Wald-)Bäume sind krank, nur 6% sind gesund, oder besser: „weisen keine sichtbaren Schäden auf”.

Neulich brachte der Deutschlandfunk in seiner Sendung Milestones ein Porträt des Duos Jeanne Lee und Ran Blake. Der Beitrag von Michael Frank, Dialog auf Augenhöhe, ist noch ein paar Tage online – empfehlenswert.

Besagter Meilenstein, The Newest Sound Around (1962), das Schallplatten-Debüt der beiden Künstler, ist bei YouTube zu finden. Hier daraus der Song „Where Flamingos Fly”:

Ach ja. Na, mal sehen

„Ich fahr immer Strecken, da klebt keener”, sagte meine Friseurin. Sie hat einen Hals auf die Aktivisten.

Sarah Bosetti, politische Kabarettistin, gibt zu bedenken, dass – wenn schon – Gas- und Ölproduzenten mit größerem Recht Klimaterroristen genannt werden könnten als die Aktivisten der Letzten Generation:
Bosetti will reden! – Letzte Generation, RAF und Klimaterrorismus (ZDF, 9.11.2022)
Über zum Beispiel Wintershall Dea habe ich aber noch keinen Politiker sich echauffieren gehört. Dies ehrenwerte Unternehmen greift auch ein Meisterwerk an (Der Blaue Planet), unersetzbar, leider nicht gerahmt und durch Glas geschützt, das geht also wirklich kaputt, wird wirklich zerstört.

„La dernière phrase rend le lecteur au silence que la première avait brisé”, steht ohne Punkt und Anführungszeichen auf einer Gehaltsabrechnung, die ich vorhin endlich abgeheftet habe.
Mathias Énard hat das gesagt, in einer Sendung des französischen Rundfunks: Incipit, wenn ich mein Gekritzel richtig deute.
Der letzte Satz entlässt den Leser wieder in die Stille, die der erste unterbrochen hatte, so könnte man übersetzen. (Vielleicht wiederhole ich mich?)

– Bin da und schon oben im Kino
– Hallo, ich warte an der Straße
– Wieso?
– Bist Du schon im Kino?
– Wo bist du?
Kann dich nicht anrufen
Hab es schon 5 x versucht
– Ich fahr wieder. Schönen Abend und schönes Wochenende trotzdem.

Ungefähr zehn Minuten vor Filmbeginn war ich auf gut Glück die Treppen zum Kino emporgestiegen, hatte aber auf dem Absatz kehrtgemacht, in der Masse sieht man auch keinen.
Ich postierte mich wieder an der Straße, von dort hörte ich dann ihre Stimme.
(Gedenktafel für Jakob van Hoddis wahrscheinlich im Eingang nebenan.)
Wir gingen irgendwo Wein trinken (das 0.2-Glas für acht Euro), dann begleitete ich sie bis zur Haustür und ging anschließend auf Verwandtenbesuch. Die Küchenschränke schienen mir neu, lang war ich nicht mehr da gewesen. Für die Katze war nur ein Tag vergangen.

Ich warf dem Bettler mit Abstand die Münze in die schwarze Hand.

Über Konstantin Ames‘ neue Gedichte

Heute ist im Münchner Signaturen Magazin meine Kritik zum letzten Band der sTiL.e-Tetralogie erschienen.
Sie kann hier gelesen werden (keine Bezahlschranke!).
Bestellungen über den Buchhandel oder den Verlag -> Edition Noack & Block

„Du, wir bauen hier Widerstand an.” Über den letzten Band von Konstantin Ames‘ Tetralogie: Lyrik, Glückswürdigkeit. Geeichte und Gedichte in Zeitlupe (2021)

Julia Jacklin, Bertolt Brecht et …

www.deepl.com

Il y a deux semaines la le New York Times a proposé dans sa rubrique hebdomadaire Playlist, publiée chaque vendredi, la plage le titre Be Careful With Yourself de Julia Jacklin, chanteuse et compositrice australienne. Les paroles m’ont fait penser rappelé à un poème d’amour de Bertolt Brecht. Mais tandis que dans la vidéo la protagoniste lit le texte sur une feuille de papier comme si elle répétait un rôle ce que signifie que c’est son partenaire à en être l’auteur que son ami lui a écrit, Brecht, lui, met ses mots dans la bouche de la femme aimée.

please stop smoking, want your life to last a long time
if you don’t stop smoking i’ll have to start, shorten mine
when you go driving would you stick to the limit
i’m making plans for my future and i plan on you being in it

when things get too hard make sure that you’re talking
i know you were raised by the church encouraged to keep it all in
i’ve seen enough now to know that this is special
so i’m just asking politely if you’d just try and be careful with yourself

please make sure you have got a little savings
we have to try to be prepared for things changing
i’ll keep the car in the drive, if you maintain the house
let’s keep all our doctors appointments, give voice to our doubts

from now on in you i put all my trust
now that i know there’s nobody coming to save us

(c) Julia Jacklin

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Dass er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Dass er mich erschlagen könnte.

Bertolt Brecht
(c) Suhrkamp Verlag, Berlin
Aucune violation du droit d’auteur prévue.

Maintenant, grâce à Julia Jacklin, la série d’albums magnifiques de jazz sur mon compte Bandcamp a été interrompue par son album opus indie Pre Pleasure qui vient de paraître, et bien sûr je suis loin de m’en plaindre.

Quoi d’autre ?
La semaine de travail était assez tendue. Mercredi on a reçu un courriel du siège central de notre compagnie en Californie communiquant nous informant que pas moins de 20 % du personnel seraient licenciés serait licencié le lendemain. Jeudi j’étais au bureau à Friedrichshain où – peu surprenant – régnait une ambiance assez lugubre. Au bout de quelques heures d’angoisse c’était il était clair que personne de notre équipe serait viré, pourtant j’avais du mal à sentir du soulagement être soulagé parce qu’en même temps des collègues d’autres équipes ont perdu leur travail.
Ayant fait l’expérience de ce ‚massacre‘ Suite à cette expérience de dégraissage, nécessaire peut-être du point de vue de gestion, j’ai pensé que probablement ce serait malin de continuer plus acharnément sérieusement mes études de français, voire d‘apprendre du vocabulaire, de mémoriser enfin la différence entre ‚vite‘ et ‚rapide‘, de m’inscrire de nouveau à la table ronde des traducteurs et (surtout) traductrices franco-allemands, bref, de diversifier mon travail, de m’orienter lentement mais sûrement vers des métiers qui ne dépendent pas du cours de la bourse comme, justement, traducteur (mal payé), ou critique littéraire (pas payé). Attends Voyons … Y-a-t-il Y a-t-il des femmes riches et célibataires parmi mes lectrices ?

Après tant de texte en français, je voudrais conclure avec un morceau mesuré, beau et digne solennel découvert récemment sur Bandcamp, et qui pour quelque raison une raison inconnue a seulement 23 visites sur YouTube. Faites passer le mot !

Pablo Ablanedo, piano / Anat Cohen, clarinette / Jenny Scheinman, violon / Chris Cheek, saxophone ténor et soprano / Jerome Sabbagh, saxophone ténor et soprano / Diego Urcola, trompette / Ben Monder, guitare / Fernando Huergo, basse électrique / Franco Pinna, batterie

Konstantin Ames, Finales

Hier ein Auszug aus einer Kritik zum Band sTiL.e(vir) Lyrik, Glückswürdigkeit von Konstantin Ames, 2021 erschienen, Abschluss seiner sTiL.e-Tetralogie: Vorschlag einer Interpretation.

[…]

Finales

schrieb wer über Punk

er sei zurück (Das Loch)
aber das wüsste ich doch
sagt mir der unverbitterliche Postpunk
TU DAS LIEBER NICHT
Klopstock geht ja praktisch immer
Töpfelchen fönden söch dönn schön
NEIN TU DAS NICHT
vor der Fi’ale der Postbank

Die Kleinschreibung von „schrieb“ erlaubt es, den Anfang so zu lesen, als habe jemand „Finales“ über Punk geschrieben – wobei offen bleibt, ob das Substantiv, im Sinne von „Abschließendes, Letztgültiges“ verstanden, auch eine Konnotation von „Punk ist tot“ haben könnte –, oder als habe er erklärt, Punk sei zurück (nachdem er zwischenzeitlich passé gewesen war). In Parenthese wird „(Das Loch)“ hinzugesetzt, wohl als Beleg für die Richtigkeit der These. Der großgeschriebene Artikel, wie auch die mindestens seit Zeiten der Beatles (The Beatles) zu beobachtende Gepflogenheit vor allem angelsächsischer Gruppen, ihrem Namen ein The voranzustellen, lässt auf eine Band schließen, möglicherweise Hole (ohne Artikel) – nur dass die Musiker um Courney Love keinen Punk, sondern Alternative Rock spielen. Ihre Platten sind bei einem Major-Label erschienen.

Vorstellbar, dass es nur einen Sprecher gibt, der die (vermeintliche) Neuigkeit über Punk mitteilt. „aber das wüsste ich doch“ könnte dann der – nur gedachte – Einwand des Angesprochenen sein. Vielleicht gehört der Satz aber auch zur Rede des „unverbitterliche[n] Postpunk[s]“, oder alles ist ein Bruchstück aus dem Bewusstseinsstrom einer einzigen Person, „ich“, wäre also eher zu lesen als: Aber das wüsste ich doch, sagte der unverbitterliche Postpunk in mir.
Das Adjektiv klingt freundlicher als „unverbesserlich“.
Die Mahnung „TU DAS LIEBER NICHT“ kommt unvermittelt und scheint zusammenhanglos, ist in jedem Fall überraschend, wie auch der nachfolgende Vers, der im Gedichtkontext nicht minder fremd klingt, mit der Namensnennung jedoch auf genuin poetisches Gebiet lenkt: „Klopstock geht ja praktisch immer“.
Selbstgespräch des nicht so sehr an Punk Interessierten? In welche Dichtungsdebatte mag der Einwurf wohl gehören? Das bleibt im Dunkeln, wenn auch das, geziertes Sprechen karikierende, „Töpfelchen fönden söch dönn schön“ ahnen lässt, dass der an Klopstock Denkende es für einen Holzweg hält. „NEIN TU DAS NICHT“, folgt eine weitere Warnung – Warnung, jetzt nicht in die Klassizismusfalle zu tappen (möge sie sich auch, wer weiß, finanziell auszahlen, denn: „Klopstock geht ja praktisch immer“)?
Der Schlussvers benennt den Ort, an dem dieser Austausch über Musik stattfindet: „vor der Fi’ale der Postbank“. Das synkopierte Wort („Fi’ale“) greift die Mündlichkeit der Situation auf und verweist auf die Überschrift: Finales.
Er resümiert, wohin es führt, wenn Kunst auf Geld schielt. Dann reimt sich ganz schnell „Postpunk“ auf „Postbank“. Drei Mal darf man raten, wer stärker ist.
So wird „Finales“ lesbar als Gedicht über künstlerischen Ausverkauf, und über die Weigerung, dabei mitzumachen.

[…]

sTiL.e(vir) Lyrik, Glückswürdigkeit. Geeichte und Gedichte in Zeitlupe. Mit einem Nachwort von Michael Gratz. 116 Seiten, Klappbroschur. Edition Noack & Block, Berlin 2021. 14,80 Euro – Kann über den Buchhandel bestellt werden (ISBN: 978-3-86813-096-6), oder direkt beim Verlag

Schweinegeld

[Robert Habeck, ministre fédéral de l’Économie -> Gasumlage wird überprüft.]

„300 Tonnen tote Fische” lautet heute eine Nachricht des Deutschlandfunks (j’ai commencé à écrire cette entrée du blog avant-hier, heute se réfère donc à ce jeudi) verbunden mit der Zeile: „Umweltkatastrophe an der Oder”. Wenn so viel Leben vernichtet wird, kann man von einer Katastrophe wohl sprechen, aber vielleicht wäre das Wort Umweltverbrechen zutreffender?
„Es ist wahrscheinlich, dass eine riesige Menge an chemischen Abfällen in den Fluss gekippt wurde, und das in voller Kenntnis der Risiken und Folgen”, zitiert rbb24 (bereits am 13.8.) den polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki. „Die wichtigste Aufgabe ist es jetzt, den Täter, den Giftmischer zu finden.”
Da ist es doch gelinde enttäuschend, wenn die neuesten Meldungen nun immer bei der Algenart enden, die gefunden wurde. Interessant wäre einmal eine Auflistung der längs des Flusses angesiedelten Betriebe, die für salzhaltige Abwassereinleitungen in Frage kommen. Gibt es so etwas? Was sagen diese Leute? Oder haben sich die Eigner der 282 illegalen Abwasserleitungen abgesprochen und auf drei die Hähne aufgedreht?

DeepL Übersetzer

Ma prof de français m’a suggéré d’écrire ce blog en français, justement, puisque ce serait un bon exercice. Sûrement ! Pourtant, je crois qu’elle a dit ça parce qu’elle aime corriger mes fautes de grammaire, d’expression, d’ordre des mots, etc. En écrivant dans une langue que je connais bien sans tout de même la maîtriser parfaitement, je ne manquerai pas de lui fournir abondamment du matériel pour les leçons à venir. Sehr schlau ! Dois-je donc rebaptiser Im Dickicht et le nommer désormais Dans les fourrés ?
Maintenant le petit troupeau de mes lecteurs se dispersera sans aucun doute en un clin d’œil. Au revoir !

Voyons ce que la Playlist de la New York Times propose aujourd’hui. Tiens, il y a un tube (c’est certain !) de Britney Spears et Elton John, Hold Me Closer, un morceau indie de Julia Jacklin, Be Careful With Yourself, et d’autres qui doivent attendre jusqu’à demain.

Plus le monde est fou plus on doit s’occuper de choses intelligentes et belles. Pour cette raison ici un morceau rayonnant du Marta Sánchez Quintet. Les musiciens de Yayyy sont Román Filiú, saxophone alto, Jerome Sabbagh, saxophone ténor, Marta Sánchez, piano, Sam Anning, contrebasse, et Jason Burger, batterie. Profitez-en !

Auto, alte Nervtüte

„Oh, von den Toten auferstanden!” grüßte Dr. B., kurz aufblickend, dem Regal Geisteswissenschaften zustrebend. Aber tot war ich gar nicht gewesen, nur Urlaub. Und dann, okay, eine Woche wie erschlagen.
„Hier steht was für dich”, hielt mir mein Chef ein Buch unter die Nase. Jedenfalls wüsste er nicht, wer es sonst bestellt haben sollte. Ich konnte mich nicht erinnern, sagte, es könne auch die Dame von der Bundeskulturstiftung gewesen sein. Er gab mir Recht, aber ich schnappte es mir, es passte ja: worte. und deren hintergrundstrahlung. Thomas Kling und sein Werk. (Ich bin Klingianer.)
„Und das hier”, zauberte er von anderswo her eine Zeitschrift hervor. Die bestellt zu haben, erinnerte ich mich auch: IDIOME. Hefte für Neue Prosa.
Angesichts dieser Überraschungen, hätte ich vielleicht Michel Butors Der Zeitplan noch etwas länger im Regal stehen lassen. Aber ich hatte schon vor Monaten damit geliebäugelt, ohne viel darüber zu wissen, nur erinnere ich mich, in dem unausschöpflichen Band Paris-Paris 1937-1957 davon gelesen zu haben, lange her, und es war nur vernünftig, ihn genau gestern zu pflücken.
„Der Roman [als Form] ist eine Suche, in deren Verlauf das Universum, in dem wir leben, erkundet, in Frage gestellt und neu geschaffen wird.” (Hat er das gesagt? Na, jedenfalls steht es in dem kurzen, Butor gewidmeten Absatz in Paris-Paris.)

Aus The Shape of Jazz to Come, 1959. – Ornette Coleman, Don Cherry, Charlie Haden, Billy Higgins.

Modernität ist etwas, das mich grundsätzlich interessiert, und Der Zeitplan (L’Emploi du temps), 1956 in den Éditions de Minuit erschienen, muss damals hypermodern gewesen sein. Die Übersetzung von Helmut Scheffel, zuerst 1960 im Biederstein Verlag, München, ist – vermutlich – kongenial. (Für die Neuausgabe bei Matthes & Seitz Berlin, 2009, wurde sie von Tobias Scheffel durchgesehen.)
Tolle Wasservergleiche!
„Denn damals war das Wasser meines Blickes noch nicht getrübt; seitdem aber hat jeder Tag seine Prise Asche hineingeworfen.” (S. 8)
„Ich habe die Augen geöffnet und graues, wie Spülwasser aussehendes Licht sich in den Saal ergießen sehen. Die drei Landstreicher atmeten regelmäßig.” (S. 14)
Diese Proben genügen mir schon als Qualitätsausweis.

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (Eckpunktepapier) gebookmarked.
Straßenbegleitgrün.
Politik und Verwaltung haben ihre eigene Sprache.