Genug ist genug ist genug

Gut, hinsichtlich meiner eigenen digitalen Repräsentation nutze ich seit Jahr und Tag die Karikatur, die Christian Schulteisz einmal von mir und meinem Aufpass-Kater Harli gezeichnet hat. Ich würde sagen, wir beide haben uns seither wenig verändert, nur dass Harli jetzt wahrscheinlich in einem jüngeren Band von Warrior Cats liest, wenn er nicht im Hof unterm Auto kauert und mit rußigem Fell die Spatzen belauert.
Für meine Bandcamp-Seite, auf der mehr los ist als hier (näh, ich übertreibe), verwende ich ein Farbfoto, das mein Bruder Bernward geschossen hat, das sieht mir auch ziemlich ähnlich. Seit B. mich, selbst erst zehn Jahre alt, als Zweijährigen zum ersten Mal fotografiert hat, ist er es erstaunlicherweise noch nicht müde geworden, weitere Lichtbilder von mir herzustellen. Dann man tau.
(Tip: Mindestens je ein Stück meiner 54 daungelodeten Alben – ich verdeutsch es mal – ist auch für Nicht-User hörbar. Wer die Nerven hat – denn man braucht Nerven dafür – kann sich einmal das Stück Heavy Mental zu Gemüte führen, von Tim Berne und seiner Band Science Friction, eine weitere Entdeckung, die ich der jüngsten „The Playlist” der New York Times verdanke: Taylor Swift’s Ode to Moving On, and 9 More New Songs, in diesem speziellen Fall dem Musikkritiker Giovanni Russonello. (Ich hoffe, der Beitrag ist frei zugänglich.) Das s/w-Porträt von Taylor Swift (von Beth Garrabrant) ist bezaubernd, aber ihre Musik, auch wenn die letzten beiden Alben allgemein sehr gut bewertet wurden und in den 2020er Jahreslisten mit Bestnote abschnitten, ist mir zu glatt.)

Mir fiel noch ein, da ich gestern die Amsterdamer Designerin erwähnte, dass vor einigen Tagen irgendwo von einem Modeschöpfer berichtet wurde, ebenfalls Niederländer, Bas Timmer mit Namen, der warme und wasserabweisende Winterjacken mit Schlafsack für Obdachlose herstellt und kostenlos an diese verteilt (was natürlich nur dank Material- und Geldspenden möglich ist). Sheltersuit heißen die Teile, die schon viele auf der Straße lebende Menschen vor dem Frieren (und Erfrieren) bewahrt haben.
Bas Timmer hatte davon geträumt, klassische Outdoorkleidung zu machen, aber es kam anders.
Obdachlosigkeit ist ein unüberschaubar großes Problem, im Lager Lipa in Bosnien ebenso wie in Berlin oder Los Angeles. Darum: Bravo!

Weiter mit den nützlichen Erfindungen: Der Aachener Verein Pacific Garbage Screening, der sich einer anderen riesenhaften Aufgabe verschrieben hat, nämlich Flüsse und Meere von Plastik zu befreien, hat sich einen neuen Namen gegeben: everwave. Einen guten Eindruck von der praktischen Arbeit dieser Initiative gibt dies Video:

Mir gefällt der umfassende Ansatz von everwave – dass sie beispielsweise auch auf Umweltbildung setzen.
Keiner kann die Welt retten, aber alle müssen es versuchen!

1 Kommentar zu „Genug ist genug ist genug“

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