Silvestermix 2020

Allen Leserinnen & Lesern von Im Dickicht ruhige (so ruhig, wie jeweilig gewollt, aber nicht ruhiger!) und friedvolle Feiertage! Ich wünsche Gesundheit, gute Gesellschaft (als SMS/Telefonanruf/Email/Brief, leibhaftig, als Buch oder Musik oder Film, als Haustier, oder was sonst als Gesellschaft taugt), eine erfüllte Zeit und immer genug Geld zum Leben! – Ich habe mich hier in Kleinmachnow verkrümelt, das ganz nah am dicken Berlin gelegen ist, aber schon auf Brandenburger Sand gebaut ist, trinke noch mehr Kaffee und Tee als sonst, habe mir aber auch einen Weihnachtswein gekauft, auf dessen Etikett ein Wildschwein abgebildet ist – eine hier sehr verbreitete Tier-Art -, und wähle im übrigen zwischen Pfeffernüssen, Dominosteinen, Lebkuchen (aus Julias Bäckerei in Ulm), Plätzchen (aus Franks Bäckerei in Kevelaer), Apfel Nuss und Mandelkern.
Auch sonst ist für ‚Futter’ gesorgt: denn die wichtigste Nahrung ist natürlich geistiger Natur! Um diesen Pfad weiter zu gehen, plane ich – habe ich das nicht schon erwähnt? – meine vier Buchhandlungs-Montage auf drei zu reduzieren (ich hoffe, mein Chef lässt sich darauf ein). Ich weiß ja nicht, wie lange ich noch hienieden wandele – aktuell geht es mir gut! kein Grund zur Besorgnis -, und möchte doch verstärkt mein eigenes Leben führen, das sich überraschenderweise nicht im Geldverdienen erschöpft.
Ansonsten wünsche ich mir, dass Venus günstiger für mich scheint.

Der von mir angekündige Silvestermix ist schon fertig, deswegen stelle ich ihn bereits jetzt online. Es ist insofern kein Mix, als alle Videos einzeln angeklickt werden müssen (müssten). Davon abgesehen, habe ich versucht, die Stücke so anzuordnen, dass sie in der angegebenen Reihenfolge gehört werden können. Hoffentlich teilt sich eine überwiegend positive Stimmung mit, trotz der Dellen der Melancholie hier und da, trotz eines veritablen Requiems auch, Squarepushers garstigem Detroit People Mover, das einzubauen ich aus den bekannten Gründen für angemessen hielt. Der Mix endet dann aber auf einer freundlicheren Note. Viel Vergnügen!

*** John Cage Music for Carillon No. 1 *** Squarepusher Terminal Slam *** The Beatles Tomorrow Never Knows *** The Beatles Eleanor Rigby *** Goat Girl The Man *** Nilüfer Yanya Heat Rises *** Cibelle Deixa *** Nana Yamato If *** Cate Le Bon Daylight Matters *** Goat Girl I Don’t Care *** Mary Halvorson’s Code Girl Mexican War Streets *** Luise Volkmanns Été Large O Di Da Rock *** Róisín Murphy If We’re in Love (Matthew Herbert’s Lovers Remix) *** Róisín Murphy Sow Into You (Live from BBC Sessions) *** Billie Eilish No Time to Die *** Yelle Menu du jour *** Yelle Interpassion *** Cate Le Bon Wonderful *** Aldous Harding Weight of the Planets *** Lianne La Havas Paper Thin *** Kaki King Bowen Island *** Kaki King Forms of Light and Death *** Squarepusher Detroit People Mover *** Dua Lipa Tiny Desk (Home) Concert *** ***

Veröffentlicht in Musik

12 Kommentare zu „Silvestermix 2020“

  1. lieber meinolf, vielen dank für deine vielen, freundlichen wünsche :-). auch dir eine angenehme zeit, jetzt und zum jahreswechsel auch. deine musik werde ich mir nach und nach anhören, nicht jetzt , aber ich behalte es mal im hinterkopf.
    hab es gut, da in kleinmachnow, mit deinen keksen, der musik, den büchern. und dass du weniger arbeiten möchtest, finde ich eine gute idee. ich habe das vor jahren schon so gemacht und habe es nicht bereut, auch wenn es bedeutet dementsprechend etwas weniger euro in der tasche zu haben. aber die eigene und freie zeit so zu verbringen, wie man es gern hat oder möchte, das finde ich macht lebensqualität aus. also drücke ich die daumen, dass dein chef damit einverstanden ist.
    liebe grüße, schöne tage und abende dir, hab es gut und, falls wir uns vorher nicht mehr lesen sollten, wünsche ich dir einen angenehmen jahreswechsel.

  2. lieber meinolf, ich habe heute abend schon mit dir silvester gefeiert. ich habe mir nämlich deine musik angehört, ein video nach dem anderen. hier mein feedback:

    1.) hab ungefähr 20 sekunden durchgehalten, dann noch zwei, drei mal rein gesprungen an verschiedene stellen im track und wieder raus → geht nicht
    2.) überraschender anfang, erstmal interessant, doch dann gleichförmig, dann wechsel, mit anteilen, die ich interessant finde, insgesamt aber mit nervfaktor 🙂 aber interessantes video
    3.) beatles, mit tollem cover, also plattencover. Das lied kenne ich nicht. Ist interessant.
    4.) noch mal beatles und zwar mit einem song, den ich total gerne mag! x
    5.) goat girl, anfang erstmal: ja! Erinnert mich an irgendwas. Rockn roll gipsy, wie hieß die sängerin noch gleich? Helen schneider. Ja genau, an sie erinnert mich die stimme. Ich mag den sound und die stimme. Ich mag den song. Klingt wie 80er, ist es aber wohl nicht, wenn ich das richtig sehe. x
    6.) beginnt wie cure, mag ich gleich von anfang an. Bleibt gut, toller song! X
    7.) vielversprechender anfang. ich mag die stimme. Welche sprache ist das? Gefällt mir der song. x Weckt spontan einige assoziationen, irgendwie sind mir seltsamerweise bestimmte möbel dabei in den sinn gekommen, wie so eine kugel, in der man sitzen kann, also dieses sitzmöbel, 60er jahre, und flausch-plüschteppiche in orange oder weiß, komische schrankwände in diesem typischen holzfarbton. Ja, das macht diese musik. Obwohl sie ja gar nicht wirklich 60er sound ist. Dennoch.
    8.) nana yamato: anfang gefällt, stimme auch. Der song hat was. Mag ich auch. x
    9.) cate le bon – guter einstieg, ich mag die frauenstimme, auch gut, der song. etwas an der grenze zu „zu gleichförmig“ schrammend, aber klappt grad noch. Doch, gefällt mir je weiter es geht. X
    10) goat girl: yapp, nice. X
    11) mary: der anfang mit der frauenstimme gefällt, das jazzige ist für mich etwas too much. Nee, das kann ich nicht anhören.
    12) o di da rock: tolle frauenstimme! Kann ich aber leider nicht weiter und komplett anhören wegen des jazzigen parts, der fast den gesamten song einnimmt.
    13) roisin murphy: toller anfang, tolle stimme, toller sound! Ich mag die geschwindigkeit. Dieses … soulige. Toll! Die stimme – toll! ich mag den song sehr! bislang mein favorit! X
    14) das ist ja toll! Da kommt gleich noch ein song von der frau. bin gespannt: guter anfang. Experimentell. Mit dem hall und so. 🙂 jawohl! die trompeten sind da! toll! werde mir also die nächsten tage mehr von ihr anhören. Gefällt mir! X
    15) billie eilish, die mag ich auch. (hab ich heute mittag noch gehört, also nicht dieses lied von ihr, ein anderes. Das hier kenne ich noch nicht). Ich mag ihre stimme sehr. Ich finde sie sehr begabt und mag ihre musik sehr (allgemein gesprochen). Schöner song. X ah, ich sehe gerade, das ist der james bond song. Davon hatte ich irgendwo gelesen, den song aber noch nicht gehört. Jetzt aber. Dank dir.
    16) yelle: ahja, interessanter anfang. Hui. Froooohnssssööösisch! 🙂 guter sound. gut zum abtanzen. ich mag die eingestreuten „orientalischen elemente“. gefällt mir der song. hat sowas leichtes, beschwingtes, schön. x
    17) yelle noch einmal: interpassion. schon mal guter anfang. erinnert an donna summers: i feel lover. (der anfang). das andere gefällt mir besser. Dieser ist aber auch gut. X
    18) cate le bon: guter einstieg. Bisschen wie britpop. Dann aber eine französische frauenstimme. Interessant, wohin das lied geht. 🙂 mag ich. x
    19) yayyyyy, aldous! Mal anhören, das lied kenne ich noch nicht. Also die frau ist ja sowieso erstmal unübertroffen gut. Und ich mag ihre stimme total. Das lied klingt nach sommer und sommerwiese und blumenstengel im mundwinkel, lächeln und blauer wolkenhimmel. Ach, aldous ist einfach toll. Ich mag die stimmung hier im song. Toller song. X
    20) lianne: also erstmal: die haare! Toll! 🙂 jetzt das lied. Ich mag den rhythmus. Oh, die stimme ist schön. ja, auch so schön soulig. Ich wußte ja gar nicht, dass du auch soul hörst. Mag ich sehr dieses stück. Sehr schön. x werde ich definitiv öfter und noch mehr von ihr anhören. Klasse!
    21) kaki king: schöner pullover. 🙂 interessanter anfang. Schön. gefällt mir sehr. X
    22) kaki noch einmal: etwas schwerer. Die geigen in der mitte sind mir etwas zu viel, auch zu viel gedudel. Nee, das kommt leider nicht in die nächste runde. 🙂
    23) nochmal squarepusher, die hatten wir ja oben schon mal: langsamer einstieg, gefällt mir schon mal sehr. Ich mag die videobilder. Und dieser song hat einen kleinen pink-floyd-einschlag. Gefällt mir gut die mischung. X
    24) dua lipa: die stimme mag ich ja auch sehr. Und ich merke schon, den song mag ich auch. X

    alles mit x vermerkt hat mir gefallen. Also ziemlich viel.
    Danke für die schöne auswahl.
    Es sind einige dabei, die ich definitiv öfter hören werde und noch mehr erkunden möchte.
    Ich hoffe, die kommentare waren nicht zu flapsig, ich habe notiert, was mir durch den kopf ging, als ich die lieder angehört habe.
    Erst war ich ja unsicher, ob es nicht zu jazzlastig werden würde, aber nein – eine sehr gute mischung. Hat mir gefallen.
    Einen schönen abend dir, und liebe grüße!

    1. Fleißig, fleißig, liebe wolkenbeobachterin! Danke. Werde noch ausführlicher antworten, aber nich jetze. Vielleicht heute abend! – Die beiden Beatles-Songs sind von der Platte Revolver (1966).

  3. Weihnachten … schon so lang wieder vorbei! Oder kommt es nur mir so vor?
    Das erste Stück ist von 1952. Gut, man muss es nicht mögen – aber ich mag’s! Keine Ahnung, wie ein Glockenspiel aussieht. Ob es ein Tasteninstrument ist? Der es hier spielt, war jedenfalls im bürgerlichen Leben Pianist. – John Cage war ein sanfter Mann, hatte eine sanfte Stimme, kannte sich gut mit Pilzen aus und spielte gern Schach. Sein Kompositionslehrer meinte, er sei kein Komponist, aber ein Erfinder! Ich enthalte mich der Stimme. Im Bereich der Musik war er ein Bilderstürmer, draufgängerisch und furchtlos, und sehr einflussreich. Ich fand, das kurze Stück (aber für Dich ja schon zu lang!) wäre ein guter Beginn, und ich bleibe dabei!
    Der erste der beiden Tracks von Squarepusher (Thomas Jenkinson) ist vergleichsweise nervenaufreibend, hat aber auch melodiöse Anteile – und Kawuppdich! Ja, und wer so eine Ad-Blocker-Brille trägt, nimmt die Stadt noch einmal ganz anders wahr als unsereins, die wir dem Werbegedröhn schutzlos ausgeliefert sind.
    Goat Girl – mir schien das, gleich nach den Beatles, darum passend, weil ich glaube, dass sie in diesem Video die Beatlemania der 60er auf die Schippe nehmen, aber mit vertauschten Geschlechterrollen: Hier werden die Männer ohnmächtig und kreischen.
    Der erste Beatles-Song wegen des Titels – aber auch, weil er unglaublich kühn ausgedacht und gemacht ist -, der zweite wegen „all the lonely people” und Father McKenzie, der eine Predigt schreibt, die sich dann keiner anhört.
    Das Video zu Heat Rises stammt vermutlich aus einem tschechischen Film (steht das nicht irgendwo?) – die übermütige Bar-Szene mit dem Grotesktanz und dem kleinen Getränke-Schwindel finde ich toll.
    Cibelle singt auf Portugiesisch.
    Wenn ich in diesem Stil weitermache, bin ich an Neujahr noch nicht fertig. Also, so weit erst einmal.

  4. lieber meinolf, eben dachte ich: hab gar nichts von meinolf gelesen, der wollte doch antworten auf meine musikkommentare und siehe da: du hast geantwortet! aus irgendeinem grunde wurde mir das nicht angezeigt, warum auch immer.
    ja, du bist ja nicht fertig geworden, was soll ich sagen? *lach* dass mir „kawupptich“ gefallen hat und ich das eeewigkeiten nicht mehr gehört habe.
    du sollst ja deine musik gern mögen, ist ja alles in ordnung, nur mit dem jazz, du weißt es ja inzwischen, tu ich mich etwas schwer und deshalb sind dann gewisse passagen einfach zu lang, also zu lang für mich weil jazz. ansonsten ist ein langer song toll. 🙂
    portugiesisch singt sie also. habe ich nicht erkannt. aber jetzt weiß ichs.
    zum glockenspiel: ist das nicht ein holzrahmen, in dem an fäden kleine röhrchen hängen die klingen?! so meine ich sieht ein glockenspiel aus. ich hör es schon klingen und nein, es klingt anders als eine triangel.
    bin gespannt, ob ich noch eine fortsetzung hier von dir lese. jedenfalls war es mir eine freude, diese erste antwort von dir zu lesen.
    einen schönen abend wünsche ich dir. liebe grüße von umme ecke sozusagen, also natürlich nicht umme ecke, aber inne selbe stadt halt. 🙂
    m.

    1. Liebe wolkenbeobachterin, jetzt ein bisschen weiter, silvestermixig.
      (Freut mich, dass Du Freude an „Kawuppdich” hast!)
      Ich hatte meiner Nichte, die mit einem Fuß, oder mit beiden? – vergess es immer …, Muttersprachlerin (Kanada) ist, ein E-Abo der New York Times geschenkt, und weil das betreffende Angebot für zwei Leser gültig ist, darf ich netterweise mit lesen. Aber letztlich sehe ich mir freitags nur immer die „Playlist” an, eine wöchentlich erscheinende Rubrik mit aktuellen Videos. Von daher Nana Yamato, die sicherlich das Rad nicht neu erfindet, aber etwas Entschlossenes ausstrahlt, was meine Sympathie hat. Das Video kann ich mir allenfalls mit zugekniffenen Augen ansehen.
      Cate Le Bon ist eine große Individualistin – ziemlich selten im Pop! Ihr Stück ist drin wegen des Titels, den ich mir mit: „Tageslicht ist wichtig” möglicherweise nicht mal richtig übersetze – könnten es auch „Tageslichtsachen” sein? Wie auch immer, ich mag den dicken Lichtrand der Musik, die Mischung aus wattebauschigen Wolken und blitzscharfen Sonnenstrahlen, auch die Schläfrigkeit und das Verstrahlte. (Anders als der erste Kommentator anmerkt, tanzt und scharwenzelt Cate Le Bon nicht vor der Kulisse eines Atomreaktors, sondern eines gewöhnlichen Kraftwerks.)
      Ach so, der Song ist aus ihrem Album Reward – gute Platte!
      Viel Tageslicht gibt es auch bei Goat Girl. Sie brauchen keinen großen Aufbau, um gute Musik zu machen.
      Die Sängerin in der Band von Mary Halvorson heißt Amirtha Kidambi. Ich find sie auch gut. – Bei drei Stücken (ich red jetzt von der Platte, Artlessly Falling, deren Cover einen Stern zeigt, der Mensch wird) singt aber jemand anders, Robert Wyatt. Der ist mit seinen 75 Jahren längst im Ruhestand, aber für die Gitarristin aus Neuengland hat er eine Ausnahme gemacht. (Wenn Du weitergehört hättest, wärst Du überrascht gewesen, dass Mary irgendwann ihre Effektgeräte ans Stromnetz legt und im Handumdrehen einen Sound erschafft, der den klassischen hard rock alt aussehen lässt. Das ist aber nur kurz, soweit ich mich erinnere.) (Auch Mary Halvorson ist eine große Individualistin. Angeblich spielt sie Ende Januar in Berlin, aber ich glaube noch nicht daran.)
      Die Frauenstimme in O Di Da Rock – Casey Moir heißt die Sängerin – ist toll, ja! Daneben die Oratorienstimme von Laurin Oppermann … schon seltsam, aber irgendwie haut es hin – Man kann Gift darauf nehmen, dass Luise Volkmann weiß, was sie macht und was sie will.
      Wenn Big Bands, so wie hier, nicht zu sehr nach Big Band klingen, kann ich Big Bands gut hören 🙂

      1. lieber meinolf,

        danke für die erfrischende und ausführliche rückmeldung. 🙂 sehr interessant!
        die new york times würde ich auch gerne lesen. die titelbilder finde ich oft sehr, sehr interessant. ich wußte gar nicht, dass es dort auch playlists gibt.

        es gefällt mir gut, wie du die musik hörst und auswählst und erlebst.
        vielleicht kann ich auf das ein oder andere noch ein paar takte (hihi) antworten. jedenfalls schon mal so viel: danke für den einblick in deine musikalische wahrnehmung. gerade auch deshalb, weil du jazzfan bist und wie du weißt, das meist eher nicht so mein fall ist, bis auf ein paar ausnahmen.

        ich frage mich quasi schon mein leben lang, wie man manchen jazz hören kann, was sicherlich eine merkwürdige frage ist, aber ja, sie ist da, in bezug auf jazz bei mir. sie ist auch da bei schlagermusik, wenngleich das überhaupt nicht miteinander zu vergleichen ist, aber weil ich beides nicht gut anhören kann. es gilt auch für bestimmte hard-dingsmusik.
        wie du siehst, es ist kein einzelphänomen. 🙂

        es interessiert mich zu lernen und zu verstehen, wie jemand etwas manches so gern mag, was ich nicht sonderlich mag und manchmal führt es tatsächlich dazu, dass ich es auch mögen kann oder sogar mag.
        so ging mir das mal mit einer oper. erst dachte ich: wie ist das möglich? diese „stimmen so verwendet“ so zu mögen. und dann hat mir jemand ihre wahrnehmung, ihr erleben erklärt und ich fand es einleuchtend und es hat mir diese tür zu dieser oper (welche war es noch gleich, ich erinnere mich gerade nicht *hust*), jedenfalls hat es mir einen zugang verschafft und wir sind anschließend sogar zusammen in eine oper gegangen und mir hatte es gefallen!

        ich hoffe, du bist gut im neuen jahr gelandet! ich wünsche dir, dass es ein gutes werde und sei!

        liebe grüße, m.

  5. So, Arbeit erledigt, weiter!
    Interessant, dass Du mit Róisín Murphy gar keine Schwierigkeiten hast, das ist doch gerade jazzig: die stimmliche Phrasierung, die unregelmäßigen, ineinander verzahnten Rhythmen, das Instrumentarium, die Dauer. Aber gut, ich will mich gar nicht beklagen! – Übrigens, während ihrer Zeit bei Moloko habe ich sie nicht so wahrgenommen.
    Billie Eilish werde ich noch mehr mögen, wenn sie einmal aufhört, in ihren Videos schwarzes Wasser, Blut usw. über ihr Gesicht zu verreiben.
    Yelle habe ich zufällig beim YouTube-Herumklicken entdeckt (als Partnerin von Voyou). Ich finde ihr Album L’Ère du Verseau sehr gut: Musik, Covergestaltung, alles top! – ich höre es mir immer wieder gerne an. Wenn Du willst, guck mal ihren Auftritt mit Complètement fou bei KEXP.
    Für Chansons habe ich kein Verständnis, aber French Pop lasse ich mir gefallen (in Maßen).
    Weil Yelle im Video zu Interpassion auf der Stelle rennt (unter anderem), war es für mich folgerichtig, dass es mit Wonderful weitergehen sollte (wo Cate Le Bon ebenfalls auf der Stelle rennt, unter anderem). (Französisch höre ich da nicht?!)
    Aldous Harding ist gut, meine ich auch. Vielleicht übertreibt sie es ein bisschen mit ihrer Exzentrik nahe am Wahnsinn, aber Designer ist eine prima Platte, keine Frage!
    Lianne La Havas werde ich auch mehr hören, kenne sie kaum. Ist das Soul? – Was sagt AllMusic? Contemporary Singer/Songwriter, Alternative R&B, Adult Alternative Pop/Rock.
    Allet klar.
    AllMusic war auch meine Quelle bei Kaki King. Oder kommt sowas hier im Radio? Modern Yesterdays: super Platte! – Mir gefallen natürlich beide Stücke.
    Pink Floyd kenne ich nur dem Namen nach, kann daher nix dazu sagen. (Bildungslücke!)
    Ich nannte Squarepushers (zweites) Video garstig, weil kein Mensch darin zu sehen ist, kein Vogel, keine Katze, und weil es diese geisterhaften Foto-Ausdrucke gibt, die eine Freude und ein Gemeinschaftsleben dokumentieren, die lange tot sind, nur mehr eine Erinnerung – potentiell, denn ist ja keiner da, um sich zu erinnern … Abgesehen von dieser schwer zu überbietenden Depressivität, kann ich Musik und Video sehr gut genießen. Gut gemacht, Squarepusher!
    Aber ich wollte nicht mit einem Friedhof aufhören, darum zum Schluss vier Songs von Dua Lipa, die (alles in allem) gute Laune verbreiten.

    Nächstes Jahr muss ich vielleicht doch noch mal mein Kniechen (das rechte) röntgen oder – besser – magnetresonanztomographieren lassen, denn es tut, wenn ich es bewege, immer ein bisschen weh, knackt zuweilen (nicht im Ruhezustand) und scheint mir etwas sagen zu wollen, das ich gar nicht wissen will. Vielleicht bin ich aber auch nur hypochondrisch, es ist ja nicht einmal geschwollen.

    Also: Schönes Silvester, wolkenbeobachterin, und wer immer das hier sonst noch liest.

  6. kuckuck, ich noch mal. *lach*

    ich hatte gar nicht geschrieben: ich hoffe, du bist gut rübergekommen! und dass es dem knie bald besser geht. warte mal, ich hab da was:

    ein gutes neues jahr dir!

    liebe grüße!

    1. Liebe M., jaja, bin gut im Neuen Jahr gelandet! Du sicherlich auch? Um den Jahreswechsel selbst lag ich im Bett, weil mir kalt war – Wolldecke und „Filzpatschen”, die ich aus Österreich erwarte, sind bisher nicht geliefert worden -, ich hab mir also das Feuerwerk nicht angesehen (nur ein paar Nachzügler noch mitbekommen). Später bin ich aber wieder aufgestanden und war dann bis 2 oder 3 Uhr wach und hab mir wirklich ein paar Stücke aus dem Mix angehört, und ein paar andere. Von Weihnachten hatte ich ein Bienenwachs-Teelicht über, das am Silvesterabend brannte.
      Mit Kunstgesang kann ich (bis jetzt) nichts anfangen, ich mache meist einen großen Bogen darum und schalte reflexhaft das Radio aus, wenn von Oper die Rede ist. Wer’s mag, soll’s sich natürlich anhören!
      Wir hatten zu Hause wohl die ein oder andere Schallplatte – enorm dickes Vinyl, meine ich mich zu erinnern – mit beliebten Operettenmelodien („Mein idealer Lebenszweck ist Borstenvieh und Schweinespeck”), vielleicht übernommen aus dem Plattenschrank meiner Tanten aus Gelsenkirchen … Wie hießen sie noch? Tante Paula, Tante Martha … Es gab vier. Hab sie kaum gekannt, wenn überhaupt über das Hörensagen hinaus. Sie waren Hutmacherinnen und hießen nicht Reul, sondern Spiller. (Es gab auch einen Onkel Ludwig, der sich einmal, nach einem Familientreffen, in unserem Gästebuch mit dem schlichten Schriftzug „Stalin” eintrug. Der war aber kein richtiger Onkel – nur von uns Kindern so genannt -, sondern angeheiratet, und auch nicht aus Gelsenkirchen, wohin die Familie meines Vaters in den 20er Jahren, aus der Gegend um Eupen her kommend, umgezogen war, sondern aus Kerkrade, Provinz Limburg, südliche Niederlande. Auch Verfasser einiger Bücher, Heimatklänge, Übach-Palenberg in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft u.a.)
      Warum ich Jazz mag – aber auch nicht allen! – kann ich Dir auch nicht so genau sagen. Ich habe Freiheit, Überraschung und Vitalität gerne.
      Ich wünsche Dir auch, dass es ein gutes Jahr für Dich wird!
      Dein Schneetext hat mir gefallen.
      Liebe Grüße, Meinolf

      1. lieber meinolf, ja, ich bin gut ins neue jahr gekommen.
        und was die opern angeht – mir ging es ja auch wie dir! und es ist auch eher nicht so meine musikalische richtung, aber seinerzeit hatte ich zumindest für eine weile einen zugang dazu.
        du hörst also auch nicht „allen jazz“. mir ging es ja mit manchen deiner playlist-songs so, dass ich es gern mochte, das lied, und ich es auch als gut empfand. anderen jazz kann ich überhaupt nicht anhören.
        ich drück die daumen, dass die filzlatschen bald eintreffen!
        hab eine gute woche.
        freut mich, dass der schneetext dir gefallen hat.

        liebe grüße und gute besserung weiterhin fürs knie,
        m.

        1. „Guten Morgen Herr Reul,
          es tut mir sehr leid, dass Sie die Filzschuhe noch nicht erhalten haben.
          Leider haben wir in der passenden Größe keinen Lagerbestand.
          Ich werde versuchen, Ihnen die Haslacher aus einer unserer Filialen zusenden zu lassen.
          Da alle Filialen durch den Lockdown geschlossen sind, kann das aber ein paar Tage in Anspruch nehmen.
          Ich hoffe, dass Sie ihre Filzpantoffeln bis Ende nächster Woche erhalten.
          Mit freundlichen Grüßen”
          Gut, gut!
          (Mir ist erst gestern wieder eingefallen, dass ich noch nicht geantwortet hatte, ts. Ich wünsche Dir auch eine gute Woche! Jetzt ist der Kalender schon wieder sieben Tage weiter gedreht – verrückt!)

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