Bericht folgt

Zurück von meiner kleinen Tour nach Mecklenburg-Vorpommern, die mich nach Rostock, Warnemünde und Güstrow führte.
Güstrow war schon Johnsonland (und Barlachland natürlich), da stand auch eine Johnson-Skulptur neben dem Dom, die dem Porträtierten allerdings nicht ähnlich sah, aber als Ehrung lassen wir’s mal gelten. Bis 2034, Johnsons Hundertstem, würde ich mir aber ein lebensechteres Abbild an der Stelle wünschen. (Lustig, dass Güstrow, laut Güstrow-Marketing, seine Heimatstadt gewesen sein soll. Das war doch Cammin in Pommern, heute Kamień Pomorski! – Ebensogut könnten sie in Heerlen sagen, Thomas Bernhard sei ein holländischer Schriftsteller.)
Unterwegs habe ich, in meiner Eigenschaft als Kultur-Onkel, eine Petition zur „Aufnahme aller Flüchtlinge in Moria durch die Europäische Union” unterzeichnet. Es ist ja grotesk, dass der EU (Friedensnobelpreis 2012 – für was?) seit ihrem Bestehen in der Flüchtlingsfrage nicht mehr eingefallen ist als das Dubliner Übereinkommen, und Frontex.
NB. Aus deutscher Sicht scheint z.B. Ungarns Weigerung, Flüchtlinge aufzunehmen, hinnehmbar, solange sie deutsche Waffen kaufen. Mit diesem Ungarn sollte die Bundesrepublik Deutschland aber gar keine Geschäfte abschließen. (Aber was will man machen, Viktor Orbán ist „der Lieblingsautokrat von CDU und CSU”.)
Ich wollte jetzt aber eigentlich nur kurz Laut geben, dass ich wieder da bin. Hallo!
Hab ich keine Musik anzubieten? Nein, gerade nicht.

2 Kommentare zu „Bericht folgt“

  1. Im Foto vom NDR sieht der Bildhauer Cramon [https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Cramon-plant-Denkmal-fuer-Schriftsteller-Uwe-Johnson,johnson366.html] seinem „Johnson“ verdächtig ähnlich – vielleicht eher ein Selbstportrait?

  2. Oh, Danke für den Artikel! Abgebildet ist hier aber wohl Herr Bernd Dieter Johnson, Cousin des Schriftstellers, und Cramon ist einfach ein Ort im Mecklenburgischen, der in den Jahrestagen auftaucht (der Schöpfer der Güstrower Johnson-Stele heißt Wieland Förster). Nach Klütz, Wismar und Schwerin kann ich ja dann nächstes Jahr pilgern – und vielleicht bis nach Lübeck, das ich schließlich auch noch nicht kenne. Warst Du mal in Lübeck?

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